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The Souls of Black Folk

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Enchiridion

by Martin Chemnitz

Excerpt:

Spricht aber doch Paulus ^ Tim. 2: So jemand ein
Bischofsamt begehret, der begehret ein köstlich
Werk; so ist's ja nicht nöthig, daß man
allezeit des Berufs erwarte?

Ein Bischofsamt begehren, heißt nicht, daß sich einer ohne ordentlichen Beruf in's Amt eindringen solle; sondern wenn einer der Lehre gründlich berichtet ist und ziemliche Gaben hat zu lehren, wenn derselbige seinen Dienst der Kirche anbeut, der sucht dadurch nichts anderes, denn daß der liebe Gott durch ordentlichen Beruf erklären wolle, ob er seines Dienstes zum Amt in der Kirche brauchen wolle; und soll derselbige auch also gesinnet sein, wo auf das Anbieten der ordentliche Beruf nicht folget, daß er sich selbst nicht eindringe oder einprakticire, sondern mit dem lieben David sage: Wird er sprechen: Jch hnb nicht Lust zu dir, siehe, hier bin ich; er mach's mit mir, wie eS ihm wohlgefällt.

Sind doch alle Gläubigen Priester, Apoc. ^ und S, ^ pet. 2; so haben sie ja auch alle einen gemeinen Beruf zum Predigtamt?

Wir sind wohl alle geistliche Priester, aber nicht alle Prediger; denn Paulus schreibet ausdrücklich: Sie sind nicht alle Apostel, nicht alle Propheten, nicht alle Lehrer, können nicht alle auslegen :c., sondern Gott setzt etliche zu Aposteln, etliche zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern, dadurch der Leib Christi erbauet werde, 1 Cor. 12, Eph. 4. Und Petrus erklärt sich fein, nicht daß wir alle ohne Beruf des Predigtamts uns anmaßen sollen, sondern wir. sind alle Priester, daß wir geistliche Opfer opfern sollen. Röm. 12, Ebr. 13.

Es haben aber alle Christen einen gemeinen Beruf, daß sie fallen von Gottes Wort reden, ^ petr. 2, und sonderlich die Hausväter, Deut. 6. ^ Cor. ^.

Wahr ist's, es haben alle Christen einen gemeinen Beruf und Befehl, Gottes Wort zu bekennen, Röm. 1l), davon unter einander zu reden, Eph. K, einer den andern aus Gottes Wort zu ermahnen, Ebr. 5, zu strafen, Eph. 3 und Matth. 18, zu trösten, 1 Thess. 4, und sonderlich ist im Hausregiment die Zucht und Vermahnung zu dem HErrn befohlen, Eph. 6. Aber das öffentliche Predigtamt des Worts und der Sacramente ist nicht insgemein allen Christen befohlen, 1 Cor. 12, Eph. 4, sondern dazu gehört und ist vonnöthen ein sonderlicher Beruf. Röm. 10.

Aus was Ursachen ist denn am ordentlichen Beruf so viel gelegen?

Des sind viel wichtige, große Ursachen, die ein jeder Prediger oft mit Fleiß betrachten soll.

Erstlich, weil Gott selber durch das Predigtamt mit uns handeln will, reden, absolviren, taufen, Luc. 1, Ebr. 1,

1 Joh. 1, 2 Cor. 2, 5 und 13, so muß traun beide der Prediger und die Kirche des gewisses Zeugnis haben, daß Gott eben die Person zu solchem Mittel und Werkzeug brauchen wolle. Solches Zeugnis aber giebt und bringt der ordentliche Beruf, und alsdann kann ein jeder rechtschaffene Prediger auf sich referiren diese Sprüche der Schrift: 2 Cor. 5: Gott hat in uns das Wort der Versöhnung belegt; item: Wir sind Botschafter an Christus Statt, denn Gott vermahnt durch uns :c. Jes. J9: Jch habe mein Wort in deinen Mund gelegt. Matth. 10: Wer euch höret, der höret mich.

Zum andern, es gehören gar viel nöthige Gaben zum Predigtamt, also daß auch Paulus sagt: Wer ist tüchtig dazu?

2 Cor. «. Wer von Gott ordentlich zu diesem Amte berufen ist, der kann sich getrost der Verheißungen Gottes annehmen, darauf bitten, hoffen und trauen, Gott werde ihn mit solchen Gaben begnaden, 1 Tim. 4. 2 Tim. 1, zu dem Amte tüchtig machen, 2 Cor. 3, 2 Tim. 2, in solchem Beruf regieren und bewahren, Jes. 49. ZI.

Zum dritten: im Predigtamte ist dies das Vornehmste^ daß Gott mit seinem Geist, Gnade und Gaben dabei sein will, dadurch kräftig sein und wirken. Paulus aber spricht Röm. 10, die nicht gesandt sind, die können nicht also predigen, daß aus dem Gehör der Glaube komme. Aber die in ordentlichem Beruf die Lehre rein führen und das Amt treulich meinen mit pflanzen und begießen, da will Gott das Gedeihen geben, 1 Cor. 3, daß die Arbeit nicht soll vergebens sein in dem HErrn, 2 Cor. 1S, sondern Timotheus wird sich und andere also selig machen. 1 Tim. 4.


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