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Göttingen und seine Umgebungen

by Georg Heinrich Klippel

Excerpt:

dem vorgesetzten Zwecke, theils der diesem Bändchen angehängten Karte folgen, welche die Grenzen auf drei Meilen von der Stadt nach den verschiedenen Richtungen zieht.

Die ganze Landesstrecke zeichnet sich durch betriebsame Thätigkeit seiner Bewohner aus, und überall ist der wohlthätige Einfluß der Universität auf die Wohlhabenheit derselben sichtbar. Feldbau, Viehzucht, Holzhandel, Linnewebereien und einzelne Gewerbe sind die bedeutendsten Erwerbquellen. Doch findet man auch hier und da zerstreut mehrere Manufakturen und Fabriken.

Zu Wagen verfolgt man die nach den vier Himmelsgegenden gerichteten Landstraßen, die rücksichtlich ihres Baues wohl jetzt zu den bessern in ganz Deutschland gehören. Besonders verdient die sorgfältige Anlegung einer nebenher laufenden Sommerchaussee eine lobende Erwähnung, wodurch die Seitenpfade für Fußgänger und Reitende Vieles gewonnen haben. Jndessen wählt der Fußwanderer, der nicht gerade nach einem vorgesteckten Ziele hineilt, lieber die von der Straße abgehenden Fußwege, die ihn einigen interessanten Punkten näher führen und weit anmuthiger sind, als die langen, oft ermüdenden Kunststraßen. In dem Leinethale, das im Süden fast offen, nördlich aber von der Hube bei Einbeck, westlich von den Waldbergen, welche sich in leichten Krümmungen von Witzenhausen bis in die Gegend von Moringen hinziehen, und

östlich von zusammenhängenden Bergketten, die oberhalb Friebland im allmäligen Aufsteigen beginnen und sich in den Gleichen, dem Hainberge und der Plesse zu einer nicht geringen Höhe erheben, eingeschlossen wird; so wie auch in dem entferntern Werra« und Weserthale öffnen sich der angenehmen friedlichen Thäler viele und laden den Wanderer auf ihren grünen Wiesengründen und fruchtbaren Feldern, an ihren weidenbekränztcn Mühlbä'« chen und stillen Dörfern vorüber in ihren walbbeschatteten, quellenrieselnden Schoos. Hier locken uns die kühlen Schatten der Eichen« und Buchenwälder nach den freien Höhen hinan, von welchen die Blicke über die vielfachen Windungen der niedrigen Gebirgszüge und geschäftig fließenden Bäche weit in die duftige Ferne hinaus schweifen. Dort winken uns die Ruinen alter Raubschlosser und Ritterburgen zu ihrem sicherstellen Abhange hin. auf, auf dem sie zum Schutz und Trutz vor Jahrhunderten erbaut, uns Kunde geben von längst erloschenen Geschlechtern.

Von verschiedenen Seiten kann die be« lohnende Wanderung angestellt werden. Darum scheint es uns nicht nur nothwendig, sondern auch zweckmäßig, in den folgenden Blättern durch die Zusammenstellung selbst den Lesern leine Reise vorzuzeichnen, sondern nur die anziehendsten Parthieen mit den naheliegenden Burgen und Berghohen der Reihefolge nach zu schildern. Auf diese Weise kann sich der Wanderer leicht selbst nach Zeit und Gele» genheit wählen, welch« Parthien, und in wel« cher Ordnung er sie besuchen will, wozu die beigegeben«, genau und sorgfältig gestochene Karte der beste Wegweiser seyn wird.

GöttingenS

nahe

Umgebungen.

Göttingens nahe Umgebungen.

(Auf der Ostseite.)
Der Hainberg.

^en Freunden des Bergesteigens bieten Göt« tingens Umgebungen in dem nahe vor dem Älbani Thore liegenden Hainberge einen angenehmen, abwechselnden Genuß. Die Stadt ruhet am Fuße desselben. Seine höchste Spitze kann in einer Stunde mit Bequemlichkeit erstiegen werden. Auf den verschiedenen Abstufungen genießt man eine überraschende Aussicht in das der Länge nach ausgebreitete Leinethal. Der Anblick der freundlichen Dörfer, der Mühlen und einzeln liegenden Häuser über die grünen Fruchtfelder und Wiesen nach den umschließenden Gebirgen ist lieblich und schön. Man kann oft und lange den kahlen Berg be< sieigen und wirb doch immer bei jeder neuen Wanderung noch nicht bemerkte, interessante 'Punkte entdecken. Friedlich und still liegt die Stadt vor unfern Blicken ausgebreitet. Hinter derselben erblicken wir eine Reihe von Wieset mit ihrem hohen Grase, die sich an der weidenbeschatteten und in mannigfaltigen Krümmungen fortschlängelnden Leine hinziehen. Links hat man die Dörfer Geismar, Niedernjesa, Großen-Schneen, Sieboldehausen, Mengershausen und Rostorf, dazu die gerade fortziehende mit einer Doppelreih von Pappeln bepflanzte Heerstraße mit der daran liegenden Landwehr schenke, der nicht weit davon liegenden Stege- und Walkemühle, und in einer mäßigen Entfernung hinter dem Dorfe Rostorf die romantische Lage der Rasemühle vor sich. Gerade vorwärts blickt man über fruchtbare Felder nach der wohlunterhaltenen, lebhaft bewegten Kunststraß nach Lassel; die Dörfer Grone, Ellershausen, Elliehausen, Holtensen, Harst und Lengelern bieten sich dem Gesichts kreise dar. Nechts im Thale liegt Weende und eine halbe Stunde davon der Flecken Vovenden, vormals Hessen - Rothenburgisches Eigenthum.


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